» Fernando de Noronha ein Paradies im Atlantik

Fernando de Noronha ein Paradies im Atlantik

Fernando de Noronha ein Paradies im Atlantik

Fernando de Noronha (ich benutze in dem Artikel mal den Flughafencode FEN) ist eine wirklich schöne Inselgruppe mit traumhaften Stränden im Atlantik. Im Rahmen meines Urlaubs und weil mein Sohn seinen ersten Geburtstag hatte wollten wir uns das mal aus der Nähe ansehen. Die BBC sagte ja, es ist der schönste Strand der Welt und 1000 Urlauber pro Jahr dürfen das genießen.

FEN liegt hier (LINK), besteht aus 21 Inseln, 26 Quadratkilometer Fläche, liegt 545km nordöstlich von Recife. Hier (LINK) findet man die entsprechenden Infos von Wikipedia. FEN zählt zum UNESCO Weltnaturerbe und die Anzahl der Besucher pro Jahr ist begrenzt. Es gibt genau eine einzige Tankstelle, 2 Geldautomaten bei Santander und zwei bei Bradesco. Supermercados gibt es 3 (sind aber wirklich klein) und noch ein paar kleine Läden. Das war es dann aber auch. Bars und Restaurants gibt es gerade in Hauptort Vila dos Remédios und im Hafen genug!

Ich mache hier mal ein MAP hin, damit man sich das besser vorstellen kann.

Hafen

Seid ein paar Jahren gibt es sogar ein festes Flughafengebäude (eine Tür rein, andere Tür raus). Dort ist auch das Büro zum entrichten der Nature-Tax was dann auch mit Kreditkarten funktioniert. Es ist drinnen sehr Eng, weshalb der Drogenschnüffel-Test draussen gemacht wird: Alle Passagiere stellen sich in zwei Reihen (Gesicht gegenüber) mit dem Handgepäck auf und der Drogen-Schnüffel-Hund läuft die beiden Reihen ab.

Man kann vor dem Abflug noch mal schnell durch saugen 🙂

Freunde von mir, die in Recife leben sagten mir schon das es sehr teuer ist. Deshalb teile ich den Bericht mal in zwei Teile – FEN und Geld!

FEN

Es gibt einiges weshalb sich ein Besuch auf FEN lohnt. Zum einen kommen Surfer voll auf Ihre Kosten. Dort gibt es kein schützendes Riff und gerade an der Nordküste sind bei Flut die Wellen wirklich beeindruckend hoch, die Strände flach und breit. Auch für Anfänger geeignet und Surfschulen gibt es natürlich auch.

Für Naturliebhaber gibt es aber auch viel zu sehen. Alle Strände sind natürlich geblieben und das Baden und der Aufenthalt dort ist wunder schön da es ja nur wenige Touristen gibt. Streckenweise ist man wirklich alleine am Strand. Die Strände zum Baden liegen meist im Nord-Westen der Insel.

Ich muss zugeben, ich habe im meinem ganzen Leben bei all den Reisen noch nie so einen glas klaren Atlantik gesehen! So gut wie keine Schwebstoffe im Wasser, extrem klar und natürlich konstant 27 Grad warm. Es ist wirklich toll!

Abends locken einige Strandbars zum Verweilen ein. Bei den meisten lässt sich ein wunderschöner Sonnenuntergang bei kühlen Drinks genießen.

Bar

Man kann sich einiges ansehen muss aber bedenken, die Insel ist wirklich klein. In dem Hauptort Vila dos Remédios kann man ein bischen Shoppen und weiter unten gibt es auch ein sehenswertes Museum.

Am besten man mietet sich einen Buggy weil das bei den Ausdehnung hier auf der Insel am meisten Sinn macht.

Geschichte besuchen

Das dortige Museum (rechts, neben der Santander Bank) sollte man auch mal besuchen. Dort erfährt man einiges über FEN und dessen Geschichte.

Nissin Hütten der Army umfunktioniert zum Restaurant

Nissin Hütte mal in Alt

Besonders die unterschiedlichen Besatzer der Inselgruppe haben Ihre Spuren hinterlassen. So findet man von den Amis/Engländern noch etliche Nissin Hütten (LINK) wie sie im ersten und zweiten Weltkrieg üblich waren und natürlich die Bauwerke der Portugiesen. Aber auch Italien und Frankreich waren hier J. Also ein Blick ins Museum lohnt auf jeden Fall.

Besonderheiten

Neben den tollen Stränden und der wunderschönen Natur gibt es in der Bucht Baía dos Golfinhos die größte Anzahl von Delfinen und Meeresschildkröten weltweit. Ein Bootsausflug sollte man unbedingt machen, das lohnt sich richtig!

Man kann hier natürlich noch viel mehr tun, tauchen zum Beispiel. Dafür gibt’s einige Tauchschulen hier!

Kommen wir zum zweiten Teil: Geld

Grundsätzlich gilt, dass es auf FEN auf jeden Fall mindestens doppelt so teuer ist wie auf dem brasilianischen Festland. Ist ja auch klar, denn alles muss dort hingeschafft und der Müll auch wieder entsorgt werden. Der Nationalpark wurde an einen privaten Betreiber vermietet (Atalaia) und der will für den Zugang zu den geschützten Gebieten Geld, dass dann angeblich reinvestiert wird. Diese Zugangskarte sollte man kaufen! Selbst bei einer Bootsfahrt (die in einer Bucht kurz zum schnorcheln ankert) benötigt man diese Karte.

Die Flüge mit AZUL bzw. GOL liegen ungefähr bei 200 Euro pro Person (Stand 12.2017, Wechselkurs beachten) und schwanken je nach Zeitraum. Als Unterkunft kommt meist eine der zahlreichen Pausadas in Frage (5 Tage zwischen 450 und 2000 Euro), da muss man sehen wieviel Luxus man braucht. Der Miet-Buggy kostet ca. 200-260 Real pro Tag, der Liter Benzin 6 Real. Speziell kommen aber weitere Kosten auf den Besucher zu.

Nature Tax TPA (Taxa de Preservação Ambiental)

Diese muss man bei betreten der Insel bezahlen (LINK http://www.prontotecnologia.com.br/noronha2/turPreservacao.php)was bei 5 Tagen 338 Real pro Person beträgt. Unser Sohn muss nichts bezahlen, diese Tax wird regelmäßig erhöht. Auch bei einer Verlängerung des Aufenthalts muss der Flughafen benachrichtigt werden und vor allem nachgezahlt werden da sich sonst der Betrag verdoppelt wenn man das vergisst.

in der Mitte sieht man die einzige Tankstelle

Zugang zu Stränden im Naturschutzgebiet

Hier muss man diese Zugangskarte von Atalaia kaufen und die kostet für Ausländer 197 Real pro Person, 10 Tage gültig (Stand: 12.2017) um Zugang zu bekommen (LINK https://www.atalaianoronha.com.br/). Das gilt besonders für den Strand Parja dos Sanchos den man zwischen Januar bis Juni nur zwischen 6 .- 18 Uhr betreten kann. Der Strand wurde von der BBC zum schönsten Strand der Welt ernannt. Mit Kleinkind kann man den nicht betreten da man auf Stahlleitern durch eine Felswand muss. Wer dennoch dort schnorcheln möchte kann dies auf einer Bootsfahrt machen die dort zum schnorcheln hält. Das Wasser ist super klar und Fische gibt es auch.

Abseits der Tour Gebiete

Zusammenfassung Geld

Mit der Nature Tax TAP kommen mehr als 10 Millionen Real in die Kassen. Aber FEN ist weder ein Bundesstaat (trotz eigener Zeitzone) noch eine Kreisstadt und somit geht das Geld an Recife. Anscheinend passiert mit dem Geld dort relativ wenig auf der Insel, die Strassen sind jämmerlich und die Versorgung der Inselbewohner mit Infrastruktur, Schulen, Ärzten etc lässt doch zu wünschen übrig. Schön wäre es, wenn FEN das Geld behalten könne dann wäre es auch noch schöner dort.

Platz machen für das Pferd

Warnung

  • Wenn Ihr dort hin geht solltet Ihr auf den „Flughafentransfer“ verzichten (sind Butterfahrten). Nehmt Euch ein Taxi für 30 Real.
  • Keine Buggys bei China mieten! Das ist Lebensgefährlich und die ziehen Euch über den Tisch!
Ach wenn am Ende der Bahn noch eine Maschine steht kann man starten…is ja kein Platz sonst

Bei Fragen freue ich mich sehr über eine Mail!

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